We are not sustainable.

Plakate auf einer Wand zeigen Botschaften gegen den Kauf bei Ettics, betonen, dass jeder Kauf schadet und Ettics nicht nachhaltig oder cool genug ist.Sechs Plakate an einer Backsteinmauer mit blauer Schrift und Botschaften gegen den Kauf bei Ettics, darüber, dass Einkäufe schaden und dass Ettics nicht nachhaltig oder kühl genug ist.
Project:
Service:
Channel:
Year:
Project:
ettics
Service:
Entwicklung Brand Campaign
Channel:
Campaign
Year:
2024
Executive Summary:
Ziel
ettics als authentische Fair-Brand zu positionieren.
Lösung
Entwicklung einer aufmerksamkeitsstarken Brand Campaign mit klarer Haltung
Ergebnis
Kanalübergreifende Steigerung der Brand Awareness
Ausgangslage & Herausforderung:
ettics steht für ökologische, fair produzierte Mode – und für den Anspruch, Nachhaltigkeit nicht nur zu versprechen, sondern transparent zu leben. Doch in einem Markt, der zunehmend von Greenwashing überlagert wird, reicht es längst nicht mehr aus, sich einfach als „grün“ zu labeln. Die Herausforderung: Aufmerksamkeit in einem überladenen Nachhaltigkeitsdiskurs schaffen – und dabei Haltung zeigen, ohne belehrend zu wirken. Ziel war es, ettics als glaubwürdige Marke mit klarer Wertehaltung zu positionieren – und gleichzeitig subtil ein größeres Bewusstsein für die tatsächliche Kostenstruktur hinter nachhaltiger Mode zu schaffen.
Werbeplakat an einer Betonwand mit der Aufschrift „Kaufe nicht bei Ettics!“ und einem Bild einer jungen Frau mit ernstem Gesichtsausdruck.Werbeplakat mit Text "DON'T BUY AT ETTICS!*" neben einem Porträt einer Frau mit langen Haaren und grauem Hemd, angebracht an einer Betonwand.
Hand hält ein Smartphone mit einer Anzeige von ettics, die in blauer Schrift sagt: "Kaufe nicht bei ettics!", darunter liegen einige gefaltete Pullover.Hand hält Smartphone mit Werbung: „DON'T BUY AT ETTICS!*“ über einem Stapel gefalteter Kleidung.
Unsere Lösung:
Wir entschieden uns für einen mutigen Ansatz, der auf den ersten Blick völlig kontraintuitiv wirkt – aber genau dadurch Aufmerksamkeit erzeugt und Bewusstsein für ein wesentliches Thema schafft: Eine Haltungskampagne, die mit radikaler Selbstreflexion und Ehrlichkeit beginnt und statt Marketingfloskeln eine authentische Auseinandersetzung mit Verantwortung, Konsum und Wandel liefert.

Hierfür wurde zunächst zum Auftakt der Kampagne der Webshop und die Social Media Accounts übernommen und durch die plakative Message “Don’t Shop at ettics!” und “We are not sustainable” - einem Statement, welches ohne weitere Auflösung zu Irritationen und Aufmerksamkeit führte - zum kurzzeitigen Stillstand gebracht. Auch die vier physischen Stores wurden breitflächig mit den Kampagnen Assets beklebt und blockierten die gesamten Schaufenster.

Die eigentliche Kampagne startete mit der Reaktivierung der Social Media Accounts und allen voran einer persönlichen Message des Gründers Lucas Bauer, welches das Statement und den überraschenden Stillstand inhaltlich auflöste: Kauf nicht bei Ettics - wenn du denkst, dass dich der Kauf von umweltfreundlicher Mode davon befreit zum Klimaschutz beizutragen. Kaufe nur wenn du etwas wirklich benötigst, denn wir können die Welt nicht einfach “grün” konsumieren und wir als Fashion Label, dass neue Klamotten produziert kann nie vollkommen nachhaltig sein.
Smartphone mit Instagram-Post 'WE ARE NOT SUSTAINABLE' und Diagramm sowie Texttafeln zur Preisaufgliederung nachhaltiger Mode.
Ein Aufsteller mit einem großen blauen Pfeil nach oben rechts und dem Text 'DON'T BUY HERE' steht auf einem hellen Boden vor einer Betonbank.Aufsteller mit einem großen blauen Pfeil nach rechts oben und dem Text 'DON'T BUY HERE'.
Damit wurde nicht nur die Haltung hinter der Kampagne erklärt – sondern auch ein neuer kommunikativer Weg eingeschlagen: Zum ersten Mal rückte Lucas, als Beginn eines langfristigen Ansatzes, vollumfänglich als Person und Absender in den Mittelpunkt. Authentisch, direkt und konsequent. Zeitgleich wurde der neue Webshop (Link einfügen) samt transparenter Preisaufschlüsselung, die ökologische und soziale Kosten nachvollziehbar macht freigeschaltet.
Laptop zeigt Website mit moderner Kleidungskollektion und großem Text 'WE ARE NOT SUSTAINABLE' auf weißem Hintergrund.
Tablet mit E-Commerce-Webseite, die einen rosa Pullover mit asymmetrischem Design zeigt.Tablet auf schwarzem Ständer zeigt eine Webseite mit einem Model, das einen rosa Pullover und Jeans trägt.
Unmittelbar danach folgte der ganzheitliche Rollout der Kampagne: Out-of-Home-Motive, Packaging, Guerilla-Aktionen, Social Media und Performance-Marketing sorgten für Sichtbarkeit auf allen relevanten Touchpoints.
“Während viele Marken den Fehler machen, stets vom naivsten Konsumenten auszugehen und Inhalte maximal zu vereinfachen, um bloß niemanden abzuschrecken, war es uns in der Kampagnenplanung – neben einem aufmerksamkeitsstarken Setup – vor allem wichtig, sowohl das Thema als auch insbesondere die Zielgruppe ernst zu nehmen und einen ehrlichen Dialog über Konsum, Verantwortung und Preissensibilität anzustoßen.”
Mann mit weißem Hemd vor grauem Hintergrund, Arme verschränkt und freundlich lächelnd.
Julius Schweizer, Geschäftsführer bei Gateway.
Person hält ein aufgeschlagenes Magazin, links Text "WE ARE NOT SUSTAINABLE", rechts Bild einer Frau mit gelber Eistüte und cremefarbener Strickjacke.Eine Person hält ein aufgeklapptes Magazin, auf der linken Seite steht in großen blauen Buchstaben "WE ARE NOT SUSTAINABLE" und rechts ist ein Foto einer Frau mit einem Eis in der Hand zu sehen.
Flyer liegt auf einem Marmor-Tisch mit dem Bild einer Person, die einen Strauß bunter Blumen hält, und der Aufschrift 'EVERY PURCHASE HURTS*'Ein Magazin liegt auf einem runden Marmortisch neben einer weißen Kanne und einem Becher, mit der Titelseite 'Every Purchase Hurts' und einem Bild einer Person, die Blumen hält.
Sticker on a weathered surface with text in blue capital letters stating 'WE ARE NOT SUSTAINABLE' and smaller text below saying 'TO CHANGE THE WORLD ON OUR OWN.'Aufkleber auf einer Wand mit dem Text „WE ARE NOT SUSTAINABLE“ in blauer Schrift und dem Zusatz „TO CHANGE THE WORLD ON OUR OWN“.
Results:
Die Kampagne sorgte für breite Resonanz über alle Kanäle hinweg – von Social Media über die Stores bis in den öffentlichen Raum. Die bewusste Irritation wirkte als wirkungsvoller Gesprächsstarter: User:innen diskutierten, teilten und spekulierten – was hinter dem plötzlichen Stillstand steckt. Als sich die Haltung hinter der Aktion entfaltete, wurde sie nicht nur verstanden, sondern vielfach positiv aufgenommen.

Die klare Positionierung hob ettics deutlich vom Wettbewerb ab – als Marke, die sich traut die Dinge transparent anzugehen, statt einfache Antworten zu liefern. Die Entscheidung, auf radikale Ehrlichkeit zu setzen statt auf Greenwashing-Versprechen, schuf Glaubwürdigkeit und Vertrauen. Statt laut zu schreien, zeigte ettics Haltung mit Substanz – und wurde als Brand wahrgenommen, die Verantwortung nicht nur kommuniziert, sondern lebt.

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